Historische Lieder

Es steht ein Mühle

Es steht eine Mühle
Es steht eine Mühle

1.Es steht eine Mühle im Schwarzwäldertal
die klappert so leis vor sich hin.
Und wo ich geh und steh, im Tal und auf der Höh,
da liegt mir die Mühle, die Mühle im Sinn,
die Mühle vom Schwarzwäldertal.

2.Und in dieser Mühle im Schwarzwäldertal,
da wohnet ein Mädel darin.
Und wo ich geh und steh, im Tal und auf der Höh,
da liegt mir das Mädel, das Mädel im Sinn,
das Mädel vom Schwarzwäldertal.

3.Und von dieser Mühle im Schwarzwäldertal.
Da fällt mir der Abschied so schwer.
Und wo ich geh und steh, im Tal und auf der Höh,
ja da fällt mir der Abschied, der Abschied so schwer,
der Abschied vom Schwarzwäldertal.

4.Wir reichten zum Abschied noch einmal die Hand
Und wünschten einander viel glück.
Und wo ich geh und steh, im Tal und auf der Höh,
da liegt mir dir die Mühle, das Mädel im Sinn,
der Abschied vom Schwarzwäldertal.

Ännchen von Tharau

1. Ännchen von Tharau ist’s, die mir gefällt,
sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.
Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz
auf mich gerichtet in Lieb und in Schmerz.
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut.
Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!

2. Käm‘ alles Wetter gleich auf uns zu schlahn,
wir sind gesinnt beieinander zu stahn.
Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein
soll unsrer Liebe Verknotigung sein, Ännchen .. .

3. Recht als ein Palmenbaum über sich steigt,
hat ihn erst Regen und Sturmwind gebeugt,
so wird die Lieb in uns mächtig und groß
nach manchem Leiden und traurigem Los. Ännchen .. .

4. Würdest du gleich einmal von mir getrennt,
lebtest da, wo man die Sonne kaum kennt:
Ich will dir folgen durch Wälder, durch Meer,
Eisen und Kerker und feindliches Heer.
Ännchen von Tharau, mein Licht, meine Sonn!
Mein Leben schließt sich um deines herum.

Em Sommer wenn`s schö Obet ischt

1.Em Sommer wenn°s schö Obet ischt,
ond Alparosa blüah’t.
II:Dr Geißbua seine Goißa hüat
Ond Senn’rin ihr Küah :II

2. Am erschta, zwoita, dritta Mol,
do gohts dr Senn°rin guat,
|| :am vierta, fufta, sechsta Mal,
verliert se schau da Muat.: ||

3.Und als er spot nach Hause kam,
schob sie da Riegel vor.
|| : wenn du ett bälder kascht komma zu mir
bleibscht draußa vor der Tür. : ||

4.Der Jüngling stieg zom Fenster nei
und kniete vor ihr Bett.
I|: I han die jo blos froge wölle,
Schatz ob du mi liabst oder ett. : ||

5. Se sait ett jo, se sait ett noi
hält°s lieber bleiba lao.
|| : Wenn a andrer kommt, der besser dir g°fällt
will i die fahre lao. : ||

6. will die ett, i mog die ett ,
i sag d°rs glei worom:
I|: Du hosch de schönste Wada ett,
ond deine Füaß send kromm ! :I|

7. Do stieg der Bua zom Fenster naus,
und weinte bitterlich.
II: A and°re Muatter hot au a liabs Kend,
des mir viel lieber ischt ! :II

Im grünen Wald, dort wo die Drossel

1.Im grünen Wald , dort wo die Drossel singt ,
Drossel singt ,
und im Gebüsch das munt`re Rehlein springt ,
Rehlein springt .
||: Wo Tann und Fichte steh’n am Waldessaum ,
erlebt ich meiner Jugend schönsten Traum . :II

2 Das Rehlein trank wohl aus dem klaren Bach ,
klaren Bach
Und im Gebüsch der munt` re Kuckuck lacht ,
Kuckuck lacht .
||: Der Jäger zielt schon hinter einem Baum ,
das war des Rehleins letzter Lebenstraum .: II

3. Getroffen ward’s und sterbend lag es da , lag es da ,
das man zuvor noch munter hüpfen sah , hüpfen sah
II: Mit starren Augen sah’s den Jäger an ,
als wollt es sagen was hast du getan . :I|

4. Die Jugendjahr die sind schon längst entflohn ,
längst entflohn ,
die ich erlebt als junger Waidmannssohn
Waidmannssohn .
II: Er nahm die Büchse , schlug sie an den Baum
und sprach das Leben ist ja nur ein Traum. :I|

5. Zu Rottenburg , dort wo das Zuchthaus steht
Zuchthaus steht
Und tief im Tal der munt’re Neckar fließt ,
Neckar fließt .
||: Wo Fuchs und Hase sagen gute Nacht ,
da hab ich meine Jugend zugebracht . :II

An dem reinsten Frühlingsmorgen

1. An dem reinsten Frühlingsmorgen
ging die Schäferin und sang,
jung schön und ohne Sorgen,
daß es durch die Felder klang:
So lala lala, lalala, so lalala, la, la, la.
So lala lala, lalala, so lalala, la, la.

2. Hänschen bot ihr für ein Mäulchen
zwei, drei Schäfchen gleich am Ort.
Schalkhaft blickte sie ein Weilchen,
doch sie sang und lachte fort.
So lala . . .

3. Und ein andrer bot ihr Bänder,
und der dritte bot sein Herz;
doch sie trieb mit Herz und Bändern
so wie mit den Lämmern Scherz:
So lala . . .

4. Doch ein vierter war gescheiter,
zeigt wie man es machen muß,
gab ihr einfach keck und heiter
auf ihr Mäulchen einen Kuß:
So lala . . .

Antje

1. Der Tag war grau, der Tag war schwer,
und stürmisch ging die See,
nun klärt es auf von Westen her,
die Brandung glänzt wie Schnee.
Ums Achterdeck die Möwe fliegt, und leiser kommt der Wind,
der mich in goldne Träume wiegt, Antje, Antje,
der mich in goldne Träume wiegt, Antje, mein blondes Kind.
Ref.: Antje, Antje, hörst du nicht von ferne das Schifferklavier?
Antje, Antje, das Lied soll dich grüßen von mir!

2. Wir hielten Wacht so manche Nacht und fanden keine Ruh,
das Schiff hat große Fahrt gemacht,
nun geht’s der Heimat zu.
Am Achterdeck die Möwen schrei’n,
ihr Flug ist pfeilgeschwind,
bald werd‘ ich wieder bei dir sein,
Antje, Antje,
bald werd‘ ich wieder bei dir sein,
Antje, mein blondes Kind.
Ref.:

3. Wenn einmal mich die See behält,
dann nimm es nicht so schwer,
geht alles so, wie’s Gott gefällt,
und Seeleut‘ gibt’s noch mehr.
Ob laut am Heck die Möwe klagt,
wein‘ nicht die Augen blind.
Ein andrer kommt, der um dich fragt, Antje, Antje,
ein andrer kommt, der um dich fragt, Antje, mein blondes Kind.
Ref.:

Auf jenen Bergen möcht ich wohnen

1. Auf jenen Bergen möcht ich wohnen,
auf jenem Berge möcht ich sein.
|: Rosa, Rosa, Rosa, Rosa, mein,
ach könnt ich ewig bei dir sein. :|

2. Auf jenem Berge blüht ein Blümelein,
ich glaub es ist ein Röselein.
|: Röslein, Röslein, Röslein, Röslein rot,
bleib mir getreu bis in den Tod. :|

3. Auf jenem Berge singt ein Vögelein,
ich glaub es ist ’ne Nachtigall.
|: Nachtigall, Nachtigall,
grüß mir mein Schatz viel tausendmal. :|

4. Auf jenem Berge möcht ich sterben,
auf jenem Berg begraben sein.
|: Rosa, Rosa, Rosa, Rosa mein,
ach könnt ich ewig bei dir sein. :|

Bajazzo

1. Warum bist du gekommen,
wenn du schon wieder gehst?
Du hast mein Herz genommen,
weil du es verstehst.
|: Ich bin kein Bajazzo,
bin nur ein Mensch wie du
Warum schlägst du dein Herz mir zu? :|

2. Und küßt du einen andern,
so sag‘ es mir nicht.
Ich kann es ja nicht ändern
wenn ’s Herz mir auch bricht.
|: Ich bin schon zufrieden,
wenn du die Hand mir reichst
und leise zu mir sagst- vielleicht. :|

3.  Vielleicht warst du im Leben
mein guter Stern,
vielleicht sagst du aber
ich hab dich so gern,
|: vielleicht sagst du aber
vielleicht sagst du auch nein
vielleicht war unser Glück nur Schein. :|

4. Ich geh‘ jetzt nach Hause
und leg‘ mich zur Ruh‘
und schließ‘, wenn ich kann
meine Äugelein zu
|: denn du bist mein Gedanke
bei Tag und auch bei Nacht
weil du mich so glücklich gemacht. :|

Es wollt ein Bursch

1.Es wollt ein Bursch in seine Heimat reiten ,
es wollt ein Bursch in seine Heimat zieh`n .
II: Er mußte einen dunklen Wald durchschreiten ,
wo plötzlich ihn ein Räuber überfiel.:l|

2 Was trägst du da an deiner rechten Seite ,
was trägst du da an deiner blanken Brust .
II:Es ist das Bild von meiner lieben Mutter ,
zwölf Jahre schon hab ich sie nicht gesehn .:II

3. Verzeih , verzeih , verzeih mein lieber Bruder ,
verzeih , verzeih ,daß ich dich nicht erkannt .
|I Du kannst getrost in deine Heimat reiten ,
ich aber muß als Räuber weiterzieh’n .:II

Das schönste Blümerl auf der Welt

1. Das schönste Blümerl auf der Welt, das ist das Edelweiß.
|: Es blüht versteckt auf steiler Höh‘
so zwischen Schnee und Eis. :|

2. Das Dirndl zu dem Burschen sprach:
„So a Sträußerl hätt‘ i gern.
|: Geh‘, hol mir a so Sträußerl her, mit so ‚ma weißen Stern! :|

3. Der Bua, der ging sae Sträußerl hol’n im selben Augenblick.
|: Der Abend naht, der Morgen graut,
der Bua kehrt nie zurück. :|

4. Er liegt verlassen ganz allein auf steiler Felsenwand.
|: Das Edelweiß, so blutig rot hält er in seiner Hand. :|

5. Die Bauernburschen trugen ihn wohl in das Tal hinab
|: und legten ihm ein Sträußelein von Edelweiß aufs Grab. :|

6. Und wenn da drunten in dem Tal die Abendglocken läuten,
|: dann geht das Dirndl auf sei Grab:
„Hier ruht mei einz’ge Freud!“ :|

Bua vom Stoilachtal

1.I be d´r Bua vom Stoilachtal ,
holla rüa holla rüa ho .
Heut seh´n wir uns zum letzten Mal ,
holla rüa holla rüa ho
||: Heut muß ich fort , heut muß ich fort ,
von diesem Ort , von diesem Ort ,
muß vort vom schönen Steinlachtal . :||

2. Wenn ich auf hohem Berge steh ,
holla rüa holla rüa ho.
Die Berge und die Täler seh ,
holla rüa holla rüa ho
||: Denk ich zurück , denk ich zurück
an dieses Glück , an dieses Glück
denk ich ans schöne Steinlachtal . :||

Und wenn ich einst gestorben bin
Holla rüa holla rüa ho
So trägt man mich zum Friedhof hin
Holla rüa holla rüa ho
||: Dann tragt mich fort , dann tragt mich fort
von diesem Ort , von diesem Ort ,
tragt mich ins schöne Steinlachtal . :||

| Bei der Wiedeholung :
| Ich möchte am liebsten heimwärts ziehn

Es blühn ja keine Rosen ohne Dornen

1.Es blühn ja keine Rosen ohne Dornen,
und auch keine Liebe ohne Sorgen.
||: Denn wo zwei Verliebte wollen sein,
muß ein jedes schon einmal betrogen sein. :||

2. Schönster Jüngling, zu dir darf ich nimmer kommen,
denn die Leute, sie haben haben falsche Zungen.
||: Sie abschneiden mir alle mein Ehr,
schönster Jüngling zu dir komm ich nimmermehr. :||

3. Lasse du dir deine Ehre nicht abschneiden,
trage alles mit geduldigem Leiden.
||: Trage alles Leiden mit Geduld,
denn es ist ja nur die Lieb dran schuld .:||

4. Trage alles Leiden mit geduld’gem Herzen,
denn die Liebe macht uns große Schmerzen.
|| Denn die Lieb‘, die ist bald da bald dort
aber nie an einem sichern Ort .:||

5. Selbst der Gärtner braucht sich gar nicht zu bemühen,
denn das Unkraut wächst ja viel zu frühe.
||: Sein es Rosen, Tulpen oder Nelk“,
schöne junge Mädchen gibt es auf der ganzen Welt.:||

Repertoire Männerchor (Auszüge)

Repertoire SchdemmMix (Auszüge)